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 Sengoku Jidai

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BeitragThema: Sengoku Jidai   Mo März 17, 2014 4:12 am

Die Zeit zwischen 1477 und 1615 geht als Sengoku-Periode, die
"Zeit der kämpfenden Länder", in die Geschichte ein.
Die Ashikaga sind nicht mehr in der Lage ihren zentralen Machtanspruch auszuüben. Sie interessieren sich mehr für die schönen Künste wie Poesie und Teezeremonien. Ashikaga Yoshimasa verkauft sogar seine Rüstung, um seine kostspieligen Hobbys zu finanzieren. Während viele Daimyo eigene Pläne zur Machtergreifung schmieden, gewinnen auch die buddhistischen Klöster an Einfluss. sie beteiligen sich sogar mit eigenen Truppen an den Auseinandersetzungen.
Neben den Klöstern und den aufstrebenden Daimyo fordern auch die Bauern einen gesellschaftlichen Umbruch. Abgesehen von gestohlenen Lebensmitteln und zertrampelten Feldern, sind die vorbeiziehenden regulären Truppen für die Bauern keine existenzielle Gefahr. Anders als in Europa, wo beispielsweise der 30jährige Krieg ganze Landstriche regelrecht entvölkerte, sind in Japan niedergebrannte Dörfer, Übergriffe auf die Zivilbevölkerung und Zwangsrekrutierungen eher eine Ausnahme. Ein Problem stellen jedoch die zahlreichen Räuberbanden dar. Sie bilden sich aus versprengten Samurai und ziehen raubend und mordend von Dorf zu Dorf.

Vor allem müssen die Bauern die verschwenderische Lebensweise der herrschenden Klasse finanzieren. Zeitweise sollen sie 70% ihrer Erträge als Steuern abgeben. Auch die Ji-Samurai, die sowohl Krieger als auch Bauern sind, werden durch die überhöhten Abgaben in ihrer Existenz bedroht. Die Bauern und Ji-Samurai schließen sich zu eigenen Kampfverbänden, den Ikki, zusammen. Die allgemeine Unzufriedenheit führt schließlich zu Bauernaufständen.
1428 greift ein Aufstand in Kyoto auf das ganze Land über. 1441 ziehen die Aufständischen, mordend und brandschatzend durch Kyoto. Nach einer Woche erlässt das Shogunat den Bauern ihre Schulden. 1447, 1451, 1457 und 1461 kommt es wieder zu bewaffneten Aufständen und die Ikki besiegen sogar ein 800 Mann starkes Samurai-Heer.

Nur durch den Militärdienst können Bauer ihren Schulden letztendlich entkommen. Sie bilden die leichten Fußtruppen, die Ashigaru, einen wichtigen Stütze des Samurai-Heeres. In den folgenden Jahren setzen die Heerführer verstärkt große Ashigaru-Verbände zur Unterstützung traditioneller Samurai ein.

Die Ashigaru und Ikki verändern nachhaltig die Gesellschaftsordnung. Es beginnt die Auflehnung der unteren Schichten gegen die Herrschenden, Gekokujo genannt. Diese Entwicklung leitet die Sengoku- Periode ein, in der sich zahlreiche Vasallen gegen die Zentralmacht erheben.
Es ist unausweichlich, daß Japan in Krieg und Chaos stürzt.
In den folgenden Jahren wird das ganze Land durch die gnadenlosen Machtkämpfe erschüttert. Zahlreiche lokale Kriegsherren stellen mächtige Heere auf und zermürben sich in blutigen Schlachten. Bündnisse werden gebrochen, Freunde werden verraten und jeder versucht ein möglichst großes Stück vom Kuchen ab zu bekommen. Es herrschen anarchische Zustände.
Besiegte herrenlose Samurai ziehen durchs Land, schließen sich zu Banden zusammen an und terrorisieren die Landbevölkerung. Doch ebenso werden verwundete oder flüchtende Samurai von den notleidenden Bauern überfallen und ausgeraubt, denn ihre Ausrüstung läßt sich in diesen kriegerischen Zeiten schnell zu Geld machen.
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